Diagnostik


Unter "Diagnostik" verstehen wir die Gesamtheit aller Massnahmen, die zur Erkennung (Diagnose) einer Krankheit führen. Sie umfasst damit z.B. Massnahmen wie die Anamnese, die körperliche und weiterleitende apparative Untersuchungen, Analyse von Körpergewebe und Ausscheidungen. Wir möchten Ihnen exemplarisch die folgenden diagnostischen Maßnahmen vorstellen:

  • Labordiagnostik
  • Urinuntersuchung
  • Allergietestung (RAST)
  • Ruhe-EKG 
  • Langzeit-EKG
  • Belastungs-EKG 
  • 24-Stunden-Blutdruckmesssung 
  • Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie)
  • Ultraschall der Bauchorgane und der Schilddrüse
  • Spiroergometrie
  • Sportmedizinische Untersuchung

Labordiagnostik

Die medizinische Labordiagnostik umfasst die Untersuchung von Körpermaterialien durch optische, chemische oder immunologische Verfahren. Sie dient im Wesentlichen der Entdeckung von Erkrankungen aber auch der Verlaufs- und Therapiekontrolle. Als Materialien für die Untersuchung dienen Blut, Serum, Liquor, Sperma und Körperausscheidungen, wie z.B. Urin, Stuhl und Sputum. Einen Teil der Labordiagnostik bilden wir in unserer Praxis selbst ab. Im Übrigen arbeiten wir mit der renommierten "Ärztliche Laborgemeinschaft Bayern" zusammen und garantieren so ein höchstes Maß an Qualität für Ihre Gesundheit. 


Diese Labordiagnostik erbringen wir direkt in der Praxis

  • Blutsenkung
  • Blutzuckerschnelltest für Diabetiker (Bestimmung der Blutglukose)
  • Blutzucker-Belastungstest oGTT
  • Urin-Schnelltest (z.B. Harnwegsinfekt)
  • Harnsediment
  • Troponin-Test
  • D-Dimer-Schnelltest (Verdacht auf Thrombose oder Embolie)
  • CRP Schnelltest
  • Leukozyten-Zählung

Allergietestung


Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und oft harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, oft mit entzündlichen Prozessen einhergehenden Symptomen äußert. Als Ursachen kommen insbesondere folgende in Betracht:

  • Genetische Faktoren
  • Hygienehypothese
  • Rückgang parasitärer Erkrankungen
  • Umweltverschmutzung
  • Impfungen und andere medizinische Maßnahmen
  • Erhöhte Allergenexposition
  • Veränderungen in der kommensalen Flora
  • Veränderte Lebensgewohnheiten

Es gibt verschiedene Arten von Allergietests, um zu ermitteln, auf welche Stoffe Sie reagieren, insbesondere Hauttests und Bluttests. Wir führen in unserer Praxis den RAST-Test (über das Blut) durch.



Ruhe-EKG


Die Grundlage für eine standardmäßige Untersuchung des Herzens ist ein Elektrokardiogramm im Ruhezustand (Ruhe-EKG genannt). Die am Körper angebrachten Elektroden, nehmen diejenigen elektrische Erregungen des Herzens auf, die der Herzmuskel braucht, um sich schließlich bewegen zu können. Und eben diese elektrischen Ströme werden aufgezeichnet und anschließend ausgewertet.


Wann ist ein Ruhe-EKG erforderlich?

Ein Ruhe-EKG dient in der Regel der Überprüfung von Reizbildung und Erregungsleitung in Ihrem Herzen. Mit dem Ruhe-EKG lassen sich daher in den meisten Fällen Herzrhythmusstörungen gut darstellen. Anhand eines solchen Ruhe-EKGs lässt sich ebenfalls beurteilen, ob Ihr Herz in Ruhephasen ausreichend durchblutet wird. Damit lassen sich z.B.

 

  • chronische Durchblutungsstörungen erkennen
  • ein akuter Herzinfarkt abklären
  • Veränderungen des Herzmuskels (etwa Verdickungen) und des Herzbeutels (etwa Entzündungen) entdecken

Ablauf des Ruhe-EKG

Das Ruhe-EKG wird zumeist im Liegen angefertigt. Die zehn Elektroden werden an Ihrem Oberkörper direkt auf der Haut befestigt. Mit dem Messgerät verbunden, zeichnen sie  verschiedene Werte auf, z.B.

  • die Häufigkeit der Herzschläge in der Minute (Herzfrequenz)
  • die Regelmäßigkeit der Herzschläge (Herzrhythmus) und
  • die Herzerregung.

 

Das Ruhe-EKG gibt schließlich auch Hinweise auf eine eventuelle Veränderung der Durchblutung Ihrer Herzkranzgefäße.

Dauer

Ein Ruhe-EKG dauert etwa 10 Minuten.

Risiken

Ein Ruhe-EKG birgt keinelei Risiko für den Patienten.

EKG mit Saugknopf-Elektroden - © Zimmer Medizinsysteme
EKG mit Saugknopf-Elektroden - © Zimmer Medizinsysteme

Langzeit-Elektrokardiogramm (Langzeit-EKG)


Ein Langzeit-Elektrokardiogramm (kurz: Langzeit-EKG) ist die Standardmethode zu Bestätigung oder Ausschluss von Herzrhythmusstörungen, die bislang im Ruhe- oder Belastungs-EKG nicht oder nicht ausreichend transparent geworden sind. Über einen Zeitraum von zumeist 24 Stunden werden die Impulse kontinuierlich aufgezeichnet und elektronisch gespeichert. Dadurch ist der Arzt in der Lage, nur phasenweise auftretende Störungen bei der Reizbildung oder Erregungsleitung des Herzens zu erkennen.


Wann ist ein Langzeit-EKG erforderlich?

Der Hauptfokus eines Langzeit-EKG liegt auf der Abklärung eventueller Herzrhythmusstörungen, z.B. bei solchen Patienten, die unter Symptomen wie

  • Schwindel oder (Vertigo)
  • kurzzeitigem Kreislaufkollaps (Synkope)
  • anfallsweises Herzrasen (paroxysmale Tachykardien)

leiden.

 

 

Darüber hinaus wird die Methode bei Patienten nach Herzinfarkt oder mit Herzklappenfehler (Klappenvitien) eingesetzt. Außerdem kann unter anderem auch eine medikamentöse antiarrhythmische Therapie oder eine Schrittmacheranlage mittels Langzeit-EKG kontrolliert werden.

Ablauf des Langzeit-EKG

Die Elektroden werden im Bereich der Brust auf die Haut aufgeklebt und mit einem tragbaren Gerät verbunden. Dieses Empfangsgerät zeichnet dauerhaft verschiedene Werte auf:

  • die Herzfrequenz
  • den Herzrhythmus
  • die Regelmäßigkeit der Erregungsbildung und Erregungsleitung des Herzens.

Während des Aufzeichnungszeitraums vermerken Sie  bitte Ihre Beschwerden und körperliche Anstrengungen in einem Protokoll, die wir dann bei der Auswertung eventuell sichtbaren Rhythmusveränderungen zuordnen können.

 

Das Anlegen des Langzeit-EKG findet ambulant bei uns in der Praxis statt. Nach dem Anlegen können Sie gleich wieder nach Hause oder zur Arbeit gehen. Während er gesamten Dauer der Messung muss das Gerät am Körper bleiben, auch nachts während der Schlafzeit.

 

 

Am Folgetag kommen Sie wieder zu uns in die Praxis und unser geschultes Personal nimmt Ihnen das Gerät wieder ab. Im Anschluss daran erfolgt die  Auswertung der aufgezeichneten Daten.

Dauer

In der Regel erfolgt ein Langzeit-EKG über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Risiken

Ein Langzeit-EKG birgt grundsätzlich keine Risiken für den Patienten. An den Anschlussstellen am Körper kann es in seltenen Fällen zu einem Hautausschlag kommen.

Langzeit-EKG - © medical ECONET Germany
Langzeit-EKG - © medical ECONET Germany

Belastungs-EKG (Ergometrie)


Verengungen der Herzkranzgefäße führen oft zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und in schlimmeren Fällen sogar zu einem Herzinfarkt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, solche Durchblutungsstörungen des Herzmuskels zu entdecken. Die Standarduntersuchung ist das Belastungs-EKG (Ergometrie). Bei dieser Methode strengt der Patient sich körperlich an, es kommt zu einer verstärkten Herzarbeit und der Herzmuskel wird dadurch stärker durchblutet. Gibt es hochgradige Verengungen in den Herzkranzgefäßen, werden Teile des Herzmuskels nicht ausreichend durchblutet, diese Durchblutungsstörung zeigt das EKG dann an.


Wann ist ein Belastungs-EKG erforderlich?

Eine sog. Ergometrie macht man insbesondere dann, wenn der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit besteht, bei der Verengungen der Herzkranzgefäße zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels führen, wodurch dieser nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Einige Durchblutungsstörungen des Herzens treten anfangs erst unter Belastung auf, während die Durchblutung des Herzens in Ruhe ausreicht.

 

 

Ein Belastungs-EKG kann außerdem dazu dienen, die Belastbarkeit eines Patienten z.B. nach einem Herzinfarkt oder einer Herzoperation einzuschätzen.

Ablauf der Ergometrie

Ihnen werden zunächst zehn Saug-Elektroden am Oberkörper befestigt, die zunächst ein Ruhe-EKG aufzeichnen. Anschließend werden Sie auf dem Ergometer (einem feststehenden Fahrrad) leichter körperlicher Belastung ausgesetzt. Die Belastung entspricht etwa der beim Fahrradfahren mit mittlerer Geschwindigkeit und wird individuell auf Sie abgestimmt. Sie wird langsam gesteigert, bis Sie die jeweilige „Soll-Last“ erreicht haben. Während der Belastung und während der Erholungsphase wird kontinuierlich ein EKG aufgezeichnet und minütlich der Blutdruck gemessen.

Dauer

Die Ergometrie (Belastungs-EKG) dauert etwa 15 Minuten.

Risiken

Ein Belastungs-EKG birgt grundsätzlich kein Risiko für den Patienten.

Zu beachten

Da Sie sich für ein Belastungs-EKG anstrengen müssen, sollten Sie festes Schuhwerk und leichte Kleidung mitbringen.

Ergometer und EKG-Gerät - © Zimmer Medizinsysteme
Ergometer und EKG-Gerät - © Zimmer Medizinsysteme

Langzeit-Blutdruckmessung


Langzeit-Blutdruckmessungen erfolgen zumeist über einen Zeitraum von 24 Stunden. Während dieser Zeit tragen Sie eine Oberarm-Blutdruckmanschette. In bestimmten Intervallen pumpt diese Manschette sich automatisch auf. Die erfassten Blutdruckwerte werden auf dem kleinen Blutdruckmessgerät  gespeichert. Aus diesen 40 bis 60 Messungen wird anschließend ein Blutdruck-Tagesprofil ermittelt.


Wann ist eine Langzeit-Blutdruckmessung erforderlich?

Bluthochdruck zählt zu den Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit, den Herzinfarkt, den Schlaganfall und die arterielle Verschlusskrankheit. Daneben kann er Symptome wie Müdigkeit, Erregungszustände und Kopfschmerzen verursachen. Es ist daher unerlässlich, den Blutdruck Ihren regelmäßig zu überwachen und ihn gegebenenfalls zu therapieren bzw. die bestehende Medikation auf Ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.

 

Der Blutdruck unterliegt in Abhängigkeit von Tages- und Nachtzeit größeren Schwankungen. Daher ist es von Bedeutung, ihn nicht nur einmal zu messen, sondern ein Langzeit-Tages-Profil zu erstellen.

Ablauf der Blutdruckmessung

Sie bekommen in unserer Praxis die Oberarmmanschette angelegt, die mit dem Langzeit-Blutdruckmessgerät über einen kleinen Schlauch verbunden ist. Diese Kombination tragen Sie dann über einen Zeitraum von in der Regel 24 Stunden. Die Manschette pumpt sich in bestimmten Zeitintervallen automatisch auf. Tagsüber misst das Blutdruckmessgerät automatisch alle 15 Minuten, nachts alle 30 Minuten den systolischen und den diastolischen Wert und zeichnet ihn auf. Am Folgetag bringen Sie uns das Gerät zurück in die Praxis und wir werten die gemessenen Daten für Sie aus.

Dauer

Die Langzeitblutdruckmessung erstreckt sich in der Regel über einen Zeitraum von 24 Stunden.

Risiken

Eine Langzeitblutdruckmessung birgt grundsätzlich kein Risiko für den Patienten.

Langzeit-Blutdruckmessgerät boso TM 2430 - © medplus24.de
Langzeit-Blutdruckmessgerät boso TM 2430 - © medplus24.de
Bei der Wahl der Manschettengröße ist auf den Armumfang zu achten - NIBScan von © medlab GmbH
Bei der Wahl der Manschettengröße ist auf den Armumfang zu achten - NIBScan von © medlab GmbH

Ultraschalluntersuchungen (Sonografie)


Unter Sonografien, umgangssprachlich auch Ultraschalluntersuchungen genannt, wird bei uns in der Praxis die Anwendung von Ultraschall als ein bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von organischem Gewebe genannt. Sie ist z.B. das Standardverfahren bei der Diagnose einer Lebererkrankung, bei Gallensteinen oder bei der Beurteilung von Gefäßen und deren Durchlässigkeit, vor allem an den Beinen. Die Sonografie dient außerdem der Untersuchung der Schilddrüse, des Herzens, der Nieren, der Harnwege und der Harnblase. Wir bieten in unserer Praxis die folgenden Ultraschalluntersuchungen an:

  • Ultraschalluntersuchung des Bauchraums (Abdomensonografie)
  • Ultraschall der Schilddrüse (Sonografie der Schilddrüse)

Bei bei den von uns durchgeführten Sonografien handelt es sich jeweils um eine nichtinvasive Untersuchungsmethode. Sie haben also weder Narkose, Verletzungen oder Narben zu befürchten.


Wann ist eine Sonografie erforderlich?

Die Abdomensonografie gibt uns die Möglichkeit der Beurteilung Ihrer Bauchgefäße und Ihrer Organe im Ober- und Unterbauch (Leber, Gallenblase, Gallenwege, Milz, Bauchspeicheldrüse, Niere, Prostata und Harnblase). Mit der Duplexsonographie können zusätzlich z.B. auch Ihre Nierenarterien dargestellt werden.

 

Mittels der Sonografie der Beingefäße lassen sich Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen, z.B. in Form von  Kalkablagerungen an den Gefäßwänden, entzündlichen Reaktionen oder Verschlüssen beurteilen. Außerdem können auch

die tiefen Beinvenen untersucht werden und so frühzeitig etwaige Thrombosen entdeckt und ggf. behandelt werden. Ohne eine adäquate Behandlung bestünde z.B. das Risiko einer unter Umständen lebensbedrohlichen Lungenembolie.

Ablauf der Sonografie

Die Abdomensonografie erfolgt zumeist auf dem Rücken liegend. Nachdem ein Gel auf Ihre Bauchecke aufgetragen wurde, fährt der Arzt Ihren Bauch mit dem Schallkopf ab.

 

Bei der Sonografie der Beingefäße wird das Gel auf die Haut Ihres Beines aufgetragen und anschließend wird es mit dem Schallkopf untersucht. Gegebenenfalls wird zusätzlich eine Blutdruckmanschette an den Ober- und Unterschenkel rechts und links im Wechsel angelegt um die sogenannte „Verschlußdrücke der Arterien“ zu messen. Dadurch kann z.B. eine arterielle Verschlußkrankheit genauer festgestellt werden.

Dauer

Die jeweilige Untersuchung dauert in der Regel 10 bis 15 Minuten.

Risiken

Die Ultraschalluntersuchung sind vollkommen gefahrlos für Sie.

Zu bachten

Bei der Abdomensonografie sollten Sie

  • nüchtern sein, d.h. einige Stunden zuvor weder gegessen noch getrunken haben
  • am Tag vor der Untersuchung keine blähenden Lebensmittel oder kohlensäurehaltigen Getränke zu sich zu nehmen
  • vor der Abdomensonografie sollen keine Magen- oder Darmspiegelungen stattgefunden haben

Lungenfunktionsprüfung (Spriometrie)


Bei einer Spirometrie wird Ihr Lungenvolumen nebst Ventilationsgröße gemessen und anschließend graphisch dargestellt. Dadurch erkennen wir, ob Ihre Atemwege verengt oder verlegt sind bzw. ob das Lungenvolumen verkleinert ist.


Wann ist eine Lungenfunktikonsprüfung (Spirometrie) notwendig?

Die Spirometrie liefert Hinweise auf Atemwegs- oder Lungenerkrankungen und wird zur Überwachung von Therapien gegen solche Erkrankungen eingesetzt. Dazu gehören z.B.

  • obstruktive Ventilationsstörungen (etwa COPD)
  • Asthma
  • Emphysem
  • Atemwegsstenosen
  • restriktive Ventilationsstörungen

 

Daneben liefert die Spirometrie auch Hinweise darauf, ob die Ursache von Atemnot im Herzen oder in der Lunge zu suchen ist. Schließlich kann sie auch der Vorbereitung einer bevorstehenden Operation dienen.

Ablauf der Spirometrie

Sie erhalten zunächst eine Nasenklemme und atmet dann nach Anweisung in ein Mundstück, das über einen Schlauch mit einem Spirometer verbunden ist. Während der Messung atmen Sie im Wechsel, schnell und stark oder lang und tief. Das Messgerät erfasst Luftstrom und Luftmenge und zeigt Ihre Messwerte auf einem Monitor an.

 

Dauer

Die Spirometrie dauert nur wenige Minuten.

Risiken

Eine Spirometrie birgt keine Risiken.

Zu beachten

Während der Untersuchung ist es wichtig, dass Sie die einmal eingenommene Körperstellung beibehalten. Denn Qualität und Aussagekraft der Untersuchung hängt davon ab, wie gut Sie als Patient mitarbeiten. Aber keine Sorge, wir geben Ihnen klare Anweisungen.


Sprioergometrie


Eine Spiroergometrie ist im Prinzip eine Kombination aus Spirometrie und Ergometrie. Bei einer solchen Spiroergometrie werden Lungenvolumen und Ventilationsgröße gemessen während Sie einer körperlichen Belastung ausgesetzt sind, z.B. auf einem feststehenden Fahrrad. Dieses Fahrrad kennen Sie schon von unserem Belastungs-EKG.


Wann ist eine Spiroergometrie erforderlich?

Diese Untersuchungsmethode wird in der Regel bei dem Verdacht auf eine gemeinsam vorliegende Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen eingesetzt. Außerdem dient Sie bei Sportlern zur Leistungsdiagnostik.

Ablauf der Spirometrie

Ihnen werden zunächst zehn Saug-Elektroden am Oberkörper befestigt. Sie erhalten sodann eine Nasenklemme und atmen dann nach Anweisung in ein Mundstück, das über einen Schlauch mit einem Spirometer verbunden ist. 

 

Vergleichbar zum Belastungs-EKG werden Sie bei der Spiroergometrie einer körperlichen Belastung ausgesetzt. Das Messgerät erfasst Luftstrom und Luftmenge und zeigt Ihre Messwerte auf einem Monitor an.

 

Anhand dieser Darstellung lässt sich erkennen, ob die Atemwege bei Belastung verengt oder verlegt sind oder ob das Lungenvolumen verkleinert ist. Während der Untersuchung wird außerdem ein EKG geschrieben und werden Blutdruck sowie Herzfrequenz aufgezeichnet.

Dauer

Die Spiroergometrie dauert rund eine Stunde.

Risiken

Spiroergometrie ist eine im Wesentlichen risikoarme Untersuchung. Den sehr selten auftretenden, schwereren Reaktionen gehen grds. entsprechende Warnhinweise voraus. Die Untersuchung wird dann selbstverständlich sofort abgebrochen.

Zu beachten

Da Sie sich für eine Spiroergometrie anstrengen müssen, sollten Sie festes Schuhwerk und leichte Kleidung mitbringen.